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Gerüstbauer in Lübeck

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Gerüstbau in Lübeck: Gut gerüstet an der Ostsee

Nach Kiel ist Lübeck mit 210.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Das malerische „Tor zum Norden“ an der Ostsee blickt auf eine lange Geschichte zurück, die sich besonders in der mittelalterlichen Altstadt manifestiert. Den kunstvollen Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg, der stets eindenk der gültigen Denkmalschutz-Bestimmungen vonstatten ging, verdankt die Stadt den Malern, Dackdeckern, Fassaden- und Gerüstbauern Lübecks. Sie sind Teil eines florierenden Handwerks: so verzeichnet die Hwk Lübeck mehr als 20.000 Mitgliedsbetriebe im In- und Umland.

Arbeiten an der historischen Altstadt

Im Jahr 1987 wurde Lübecks Stadtkern von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt: das erste Mal in Nordeuropa, dass einer ganzen Altstadt dieser Titel zuteil wurde. Man bezog sich bei der Entscheidungsfindung auf die malerischen Fassaden der Stadt mit ihren insgesamt sieben Türmen und fünf Hauptkirchen sowie die noch ganz vorindustriell gehaltene Bausubstanz. Hierzu zählen auch die berühmtesten Gebäude der Stadt. Neben dem Rathaus und den Patrizier-Gebäuden aus Renaissance-Zeiten sind die zahlreichen Sakralbauten der Stadt zu nennen.

Besonders die gotische Petrikirche stellte die Gerüstbauer Lübecks vor Herausforderungen. Sie konnte erst 1987 äußerlich wieder vollständig hergestellt werden. Die Bombardements vom Palmsonntag 1942 hatten den Turm des Gotteshauses völlig zerstört. Zahlreiche Sonderkonstruktionen und komplizierte Dachgerüste waren nötig, bis die Petrikirche wieder über einen Turmhelm verfügen sollte. Um ihre Handwerker-Kollegen bei diesen Arbeiten nicht in Gefahr zu bringen, ließ man sowohl beim Aufbau als auch der Planung der Gerüste große Sorgsamkeit walten und hielt sich an die Bestimmungen des Arbeitsschutzes. Für die kunstvolle Gebäudefront, die in großen Teilen erneut armiert und verkleidet werden musste, kamen Roll- und Fahrgerüste zum Einsatz, die den Malern der Stadt noch heute gute Dienste leisten: Aufgrund des rauhen Ostsee-Klimas sind die bedeutenden Bauten Lübecks starker Korrosion ausgesetzt. Fassadenreinigungen und andere Aufgaben gehören deshalb zum Tagesgeschäft.

Projekt „Region Aktiv Lübecker Bucht“

Doch Lübeck lohnt sich auch aufgrund zahlreicher anderer Faktoren für das Handwerk. Vor allem Gewerbetreibende können von umfassenden kommunalen sowie privatwirtschaftlichen Förderungen profitieren. Paradebeispiel ist das Projekt „Region Aktiv Lübecker Bucht“. Die Hauptaufgabe des Förderungspakets besteht im Aufbau von Netzwerken innerhalb in der Region, um Entwicklungsprozesse und die Identitätsbildung zu fördern. Hier können sich die Gerüstbauer und ihre Zulieferbetriebe bei speziellen unternehmerischen Vorhaben, wie neuen Patenten oder energiesparenden Fertigungsmethoden, unterstützen lassen.